Schlagwort: Rigg

  • Gording

    Gordinge sind Leinen des laufenden Gutes, mit denen das Unterliek eines Rahsegels beim Bergen nach oben an die Rah geholt wird.

    Wie arbeiten Gordinge?

    Beim Bergen ziehen die Gordinge das Tuch gleichmäßig zur Rah. Dadurch wird verhindert, dass sich große, vom Wind gefüllte Taschen bilden. Zusammen mit den Geitauen bereiten sie das Segel darauf vor, auf der Rah festgemacht zu werden.

    Je nach Größe des Segels werden unterschiedlich viele Gordinge gefahren. Große Rahsegel können je Schiffsseite mehrere Gordinge besitzen; bei kleineren oberen Segeln genügen entsprechend weniger.

    Was ist der Unterschied zwischen Gording und Geitau?

    Geitaue holen beim Bergen vor allem die Schothörner eines Rahsegels zur Rah. Gordinge greifen dagegen weiter innen am Unterliek an und nehmen das übrige Segeltuch nach oben. Erst das Zusammenspiel beider Leinen bringt das Segel kontrolliert an die Rah.

    Führung und Belegung

    Ein Gording ist mit einem Gordingstek am Unterliek befestigt. Von dort läuft er durch Gattchen nach oben zur Rah, wird über Schwichtungen und Blöcke zum Mast geführt und anschließend an Deck belegt. Die Belegnägel der Gordinge liegen üblicherweise bei den zugehörigen Geitauen.

    Verwandte Begriffe

    Rumpf und Rigg

    Vom einzelnen Tau zum verständlichen System.

    Das Buch zeigt, wie die Leinen eines Rahseglers zusammenwirken und welche Arbeitsschritte beim Setzen, Trimmen und Bergen der Segel nötig sind.

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  • Gei

    Das Gei, Mehrzahl Geie, gehört zum stehenden Gut und spannt den Klüverbaum seitlich ab. Daher kommen sie paarweise, also je einer an Steuerbord und einer an Backbord, vor. Um die von den Stagen auftretenden Kräfte besser aufnehmen zu können, greifen Sie an den gleichen Stellen am Klüverbaum an. Aus diesem Grunde sind sie auch ähnlich benannt. Es gibt also beispielsweise Innenklüver- und Außenklüvergeie.

    Funktion und Bedienung

    Verwandte Begriffe

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    Rumpf und Rigg

    Aufbau, Sprache und Bedienung eines Rahseglers zusammenhängend verstehen – als Nachschlagewerk auf See und Arbeitsbuch an Land.

    Buchcover Rumpf und Rigg – Ein Segelhandbuch für Rahsegler

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  • Gleitschienenrack

    Gleitschienenrack ist eine Variante eines am Mast beweglichen Racks. Dazu sind auf der Vorderkante des Masts Schienen montiert, auf denen ein Schlitten auf und ab bewegt werden kann. An dem Schlitten ist die Rah in einem Lümmellager drehbar montiert.

    Funktion und Bedienung

    Bei dieser Variante befindet sich der vertikale Drehpunkt der Rah vor dem Mast. Durch die Halslängen der Racks kann die Rah soweit vor den Mast montiert werden, dass der Drehbereich der Rahen weniger stark von den Hooftauen/Wanten eingeschränkt wird. Die Rahen können schärfer angebrasst werden.

    Verwandte Begriffe

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    Rumpf und Rigg

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  • Fall

    Ein Fall gehört zum laufenden Gut eines Stag-Segels. Durch Holen wird das Stagsegel an seinem Stag entlang gesetzt. Die Nägel der Falle befinden sich hinter den Masten, zu denen die jeweiligen Stagen gehen, das heißt, für die Vorsegel hinterlich des Vortopps, für die Großstagsegel hinterlich des Großtopps und die Falle der Besanstagsegel befinden sich hinterlich des Besantopps.

    Funktion und Bedienung

    Verwandte Begriffe

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  • Fußpferd

    Ein Fußpferd ist ein unter einer Rah gespanntes Tau, auf dem Besatzungsmitglieder bei Arbeiten an Rah und Segel stehen.

    Aufbau und Funktion

    Das Fußpferd verläuft unterhalb der Rah und wird durch Springpferde in seiner Position gehalten. Es hängt so weit durch, dass die Crew darauf stehen und sich mit dem Oberkörper an der Rah abstützen kann.

    Im äußeren Bereich der Rah kann ein separates Nockpferd den Arbeitsplatz an der Rahnock ergänzen. Das Handstag bietet oberhalb beziehungsweise achterlich der Rah zusätzlichen Halt.

    Sicherheit im Rigg

    Arbeiten auf dem Fußpferd erfolgen ausschließlich nach den Regeln und Anweisungen des jeweiligen Schiffes. Das Fußpferd ist ein Arbeitsplatz im Rigg, ersetzt aber keine vorgeschriebene Sicherung gegen Absturz.

    Verwandte Begriffe

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    Fußpferd – Abbildung aus dem Buch Rumpf und Rigg von Torsten Dederichs
    Fußpferd – Abbildung aus Rumpf und Rigg.
  • Eselshaupt

    Müssen die Masten zum Erreichen größerer Höhen verlängert werden, werden auf den Salingen vor dem Mastende sogenannte Stengen aufgesetzt und mit dem Eselshaupt am Mast fixiert.

    Funktion und Bedienung

    Verwandte Begriffe

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  • Einholer

    Die Einholer dienen dem Einholen des Besansegels. Auch hiervon gibt es einen Kopf- und einen Fußeinholer. Sie sind, wie ihre Pendants, die Ausholer, an Kopf und Horn angeschlagen. Sie werden von dort mit Schwichtingen entlang der Lieke geführt, bevor sie am Mast über Blöcke in den Mastgarten gelenkt werden.

    Funktion und Bedienung

    Verwandte Begriffe

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  • Dörte

    Eine Dörte ist eine kompakte Handtalje, mit der die letzte Lose aus einer belasteten Leine geholt werden kann. Sie wirkt dabei wie eine zusätzliche „dritte Hand“.

    Aufbau und Anwendung

    Verwandte Begriffe

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  • Besanbaum

    Der Besanbaum ist die untere Spiere des Besansegels. Er ist am Besanmast beweglich gelagert, spannt das Unterliek und überträgt die Kräfte von Segel, Schot und Bullentalje.

    Wie ist der Besanbaum gelagert?

    Sein vorderes Ende sitzt an der Achterkante des Besanmastes in einem Lümmellager. Zwischen Besanbaum und Gaffel wird das Besansegel gesetzt. Die bewegliche Lagerung erlaubt es, den Baum entsprechend dem Kurs und der Segelstellung nach Steuerbord oder Backbord auszurichten.

    Welche Leinen wirken am Besanbaum?

    Am achteren Ende ist die Besanschot angeschlagen. Sie bestimmt die Stellung des Baumes nach Lee. Die Bullentalje wirkt in Gegenrichtung und sichert beziehungsweise führt den Baum nach Luv. Beide gehören zum laufenden Gut und werden nach den Kommandos und Verfahren an Bord bedient.

    Verwandte Begriffe

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    Buchcover Rumpf und Rigg – Ein Segelhandbuch für Rahsegler

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  • Besantoppsegel

    Das Besantoppsegel ist ein dreieckiges Schratsegel im oberen Bereich des Besanmastes. Es wird zwischen Mast und Obergaffel gesetzt und ergänzt die Besegelung oberhalb des Besansegels.

    Besantoppsegel mit Fall, Schot, Gordingen und Halsstrecker
    Besantoppsegel und zugehöriges laufendes Gut – Abbildung aus Rumpf und Rigg.

    Wie ist das Besantoppsegel aufgebaut?

    Seine Kanten heißen Vor-, Unter- und Achterliek; die Ecken werden als Kopf, Hals und Schothorn bezeichnet. Das Vorliek ist im oberen Bereich mit Lögeln an einem Drahtstander geführt, während der untere Teil frei stehen kann.

    Welche Leinen bedienen das Segel?

    Das Fall setzt den Kopf, die Schot führt das Schothorn und der Halsstrecker spannt den Hals nach unten. Gordinge an Kopf und Schothorn unterstützen das Einholen. Fall und Gording sowie Schot und Gording müssen jeweils koordiniert bedient werden.

    Verwandte Begriffe

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