Gordinge sind Leinen des laufenden Gutes, mit denen das Unterliek eines Rahsegels beim Bergen nach oben an die Rah geholt wird.
Wie arbeiten Gordinge?
Beim Bergen ziehen die Gordinge das Tuch gleichmäßig zur Rah. Dadurch wird verhindert, dass sich große, vom Wind gefüllte Taschen bilden. Zusammen mit den Geitauen bereiten sie das Segel darauf vor, auf der Rah festgemacht zu werden.
Je nach Größe des Segels werden unterschiedlich viele Gordinge gefahren. Große Rahsegel können je Schiffsseite mehrere Gordinge besitzen; bei kleineren oberen Segeln genügen entsprechend weniger.
Was ist der Unterschied zwischen Gording und Geitau?
Geitaue holen beim Bergen vor allem die Schothörner eines Rahsegels zur Rah. Gordinge greifen dagegen weiter innen am Unterliek an und nehmen das übrige Segeltuch nach oben. Erst das Zusammenspiel beider Leinen bringt das Segel kontrolliert an die Rah.
Führung und Belegung
Ein Gording ist mit einem Gordingstek am Unterliek befestigt. Von dort läuft er durch Gattchen nach oben zur Rah, wird über Schwichtungen und Blöcke zum Mast geführt und anschließend an Deck belegt. Die Belegnägel der Gordinge liegen üblicherweise bei den zugehörigen Geitauen.
Verwandte Begriffe
Rumpf und Rigg
Vom einzelnen Tau zum verständlichen System.
Das Buch zeigt, wie die Leinen eines Rahseglers zusammenwirken und welche Arbeitsschritte beim Setzen, Trimmen und Bergen der Segel nötig sind.
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