Schlagwort: Seemannschaft

  • Geflochtenes Tauwerk

    Neben dem geschlagenen Tauwerk, wo einzelne Kardeele miteinander verdrillt werden, gibt es auch geflochtenes Tauwerk.

    Aufbau und Verwendung an Bord

    Für dieses gibt es drei wesentliche Herstellungsarten:

    • Hohlgeflecht: Hierbei werden gleichviel links- sowie rechtsgedrehte Litzen im Kreis miteinander zu einer Art Strumpf verflochten. Bei dem fertigen Tau nimmt das Geflecht die gesamte Last auf.
    • Quadratgeflecht: Hierbei werden insgesamt acht Litzen, wovon zwei immer ein Paar bilden, miteinander verflochten. Die Litzen tauchen bei diesem Geflecht paarweise durch die Taumitte auf die andere Seite hindurch. Hierdurch ergibt sich der charakteristische, quadratische Querschnitt des Taus. Es hat einen großen Reck und ist drehungsneutral. Das Quadratgeflecht wird vor allem als Festmacherleine eingesetzt.
    • Kern-Mantel-Geflecht: Hierbei wird um einen Kern, welcher entweder aus einzelnen parallelen Fasern oder aus einem Geflecht besteht, ein Mantel geflochten. Der Kern nimmt im Belastungsfall die gesamte Last auf, während das Mantelgeflecht die Aufgabe hat, den Kern zu schützen.

    Verwandte Begriffe

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    Rumpf und Rigg

    Aufbau, Sprache und Bedienung eines Rahseglers zusammenhängend verstehen – als Nachschlagewerk auf See und Arbeitsbuch an Land.

    Buchcover Rumpf und Rigg – Ein Segelhandbuch für Rahsegler

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  • Formschwerpunkt

    Im Formschwerpunkt ist ein theoretisches Konstrukt, in dem der gesamte Auftrieb des Schiffes an einem Punkt konzentriert ist. Er ist abhängig vom Gesamtgewicht der Form des Schiffes und des verdrängten Wasservolumens. Daher ändert sich bei Krängung aufgrund der Rumpfform des Wasserfahrzeuges die Lage des Auftriebsschwerpunktes. Im Formschwerpunkt wirkt die Auftriebskraft senkrecht zur Wasseroberfläche nach oben.

    Funktion und Bedeutung an Bord

    Verwandte Begriffe

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  • Festmacherleine

    Mit der Festmacherleine wird das Schiff an Land festgemacht. Dazu wird die Leine schiffs- und landseitig auf Poller belegt.

    Funktion und Bedeutung an Bord

    Beim Anlegen wird die Festmacherleine erst auf Anordnung der Schiffsführung an die Festmacher-Crew an Land übergeben. Dazu wird eine Wurfleine an die Festmacherleine angebunden und an Land geworfen. Die Wurfleine wird erst dann geworfen, wenn der Werfer sich sicher ist, dass sie auch am Kai aufgefangen werden kann. Zum Werfen der Leine ist Blickkontakt mit dem jeweiligen Festmacher zu suchen und auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Dazu ist auf Deutsch „Wahrschau!“ oder auf Englisch „Watch the hieving line!“ auszurufen.

    Wahrschau: Werden die Festmacherleinen zum Abschluss des Festmachens noch einmal mit dem Spill durchgesetzt, müssen sie immer angestoppt werden, bevor sie auf dem Poller belegt werden.

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    Festmacherleine – Abbildung aus dem Buch Rumpf und Rigg von Torsten Dederichs
    Festmacherleine – Abbildung aus Rumpf und Rigg.

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  • Ausguck

    Ein sorgfältiger Ausguck beobachtet die Umgebung fortlaufend mit Augen und Ohren und nutzt alle verfügbaren, zur Situation passenden Mittel. Er ist eine wesentliche Grundlage der Kollisionsverhütung.

    Welche Aufgabe hat der Ausguck?

    Der Ausguck meldet Fahrzeuge, Lichter, Tonnen, Treibgut, Wetterveränderungen und andere Auffälligkeiten unverzüglich an die Schiffsführung. Eine Meldung muss eindeutig sein und Richtung beziehungsweise Peilung enthalten. Sie gilt erst als übermittelt, wenn sie verstanden und quittiert wurde.

    Radar, AIS und Fernglas ergänzen den Ausguck

    Radar, AIS und andere Hilfsmittel ersetzen den visuellen und akustischen Ausguck nicht. Kleine Fahrzeuge oder treibende Gegenstände können schwer zu erfassen sein. Ein Fernglas hilft, eine Beobachtung gezielt zu identifizieren; anschließend muss der Blick wieder in die gesamte Umgebung zurückkehren. Bei verminderter Sicht oder besonderen Gefahren kann ein verstärkter Ausguck erforderlich sein.

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    Rumpf und Rigg

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  • Ankerwache

    Die Ankerwache überwacht ein vor Anker liegendes Schiff, damit ein Vertreiben, eine gefährliche Annäherung oder eine Veränderung von Wetter und Seegang rechtzeitig erkannt wird.

    Hält der Anker?

    Die Position wird in festgelegten Abständen durch geeignete Peilungen und Positionsdaten kontrolliert. Veränderungen müssen zusammen mit Wind, Strom und dem Schwojen des Schiffes beurteilt werden. Auffälligkeiten an Ankerkette oder -leine können auf eine veränderte Belastung hinweisen, ersetzen aber keine systematische Positionskontrolle.

    Weitere Aufgaben der Ankerwache

    Zur Wache gehören der Ausguck, die Wetterbeobachtung sowie Kontrollen der vorgeschriebenen Lichter und Signale. Bei verminderter Sicht sind die nach den Kollisionsverhütungsregeln erforderlichen Schallsignale zu geben. Sicherheitsrunden und das rechtzeitige Wecken der Ablösung richten sich nach Wachorder und Bordverfahren. Bei jeder Unsicherheit wird unverzüglich die verantwortliche Schiffsführung informiert.

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    Rumpf und Rigg

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