Schlagwort: Navigation

  • Segeldruckpunkt

    Der Segeldruckpunkt ist der gedachte Punkt, an dem die gesamte aerodynamische Kraft eines Segels zusammengefasst angreift.

    Welche Kräfte wirken am Segeldruckpunkt?

    Die Windkraft am Segel lässt sich in Vortrieb und seitlich wirkende Kraft zerlegen. Der Vortrieb bewegt das Schiff nach vorn; die seitliche Komponente trägt zur Abdrift bei. Der Segeldruckpunkt macht diese verteilten Kräfte in einem vereinfachten Modell anschaulich.

    Warum ist seine Lage wichtig?

    Auch die Druckpunkte mehrerer gesetzter Segel lassen sich zu einem gemeinsamen Segeldruckpunkt zusammenfassen. Seine Lage im Verhältnis zum Lateraldruckpunkt beeinflusst die Segelbalance und damit die Tendenz des Schiffes, luv- oder leegierig zu werden.

    Verwandte Begriffe

    Das Buch zum Glossar

    Rumpf und Rigg

    Aufbau, Sprache und Bedienung eines Rahseglers zusammenhängend verstehen – als Nachschlagewerk auf See und Arbeitsbuch an Land.

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    Abbildung zu Segeldruckpunkt aus dem Buch Rumpf und Rigg von Torsten Dederichs
    Segeldruckpunkt – Abbildung aus Rumpf und Rigg.

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  • Strich

    Die Peilung von Objekten kann Abweichend von der Gradskala in der Strichskala angegeben werden. Die volle Skala umfasst 32 Strich. Dabei beträgt ein Strich 11,25°, was in etwa der Breite einer quer ausgestreckten Faust entspricht, von Daumen bis zur Handkante. Üblicherweise wird eine Peilung relativ zu einer Bezugslinie am Schiff angegeben. Zum Beispiel: Objekt an Steuerbord, 1 Strich achterlicher als querab.

    Funktion und Bedeutung an Bord

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  • Scheinbarer Wind

    Der „scheinbare Wind“ ist der Wind, der anhand des Flögels und des Anemometers an Bord gemessen und angezeigt wird. Er setzt sich zusammen aus den beiden Komponenten „wahren Wind“ und Fahrtwind.

    Entstehung und Bedeutung für die Schifffahrt

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  • Segelbalance

    Als Gierigkeit bezeichnet man das Bestreben eines Segelschiffs, bei mittschiffs Ruderlage selbständig nach einer Seite zu drehen. Maßgeblich für die Gierigkeit eines Schiffes ist die Segelbalance. Das heißt, die Summe der Krafteinträge an den jeweiligen Segeldruckpunkten bezogen auf den Lateraldruckpunkt.

    Der Lateraldruckpunkt stellt den Drehpunkt dar. In der Regel liegt dieser Punkt bei einer Bark wenige Meter vor dem Großtopp. Bei einem ausbalancierten Segelschiff sind die Kräfte welche vor diesem Punkt eingetragen werden, (durch die Vorsegel, Segel des Vortopps, die Großstagsegel) gleich den Kräften, die hinter dem Lateraldruckpunkt wirken (Segel des Großtopps, Besanstagsegel, Segel des Besantopps).

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    Segelbalance – Abbildung aus Rumpf und Rigg.

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  • Sprunghalse

    Die Sprunghalse ist ein Manöver, das erforderlich ist, wenn das Schiff nach einem Windsprung auf dem alten Bug weiter segeln soll.

    Ablauf und Anwendung des Manövers

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    Sprunghalse – Abbildung aus dem Buch Rumpf und Rigg von Torsten Dederichs
    Sprunghalse – Abbildung aus Rumpf und Rigg.

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  • Ree

    „Ree!“ ist ein Manöverkommando bei der Wende. Es kennzeichnet den Zeitpunkt, an dem die Vorsegel nicht mehr tragen und das Schiff mit dem Bug durch den Wind geht.

    Wann fällt das Kommando „Ree“?

    Während einer Wende dreht das Schiff von einem Bug auf den anderen. Mit „Ree“ wird der Übergang angezeigt, in dem die bisherige Segelstellung ihre Wirkung verliert und die vorgesehenen nächsten Handgriffe beginnen.

    Bedeutung auf einem Rahsegler

    Auf einem Rahsegler koordiniert das Kommando mehrere Stationen. Welche Leinen wann bedient werden, ist vom Schiff und seinem Manöverablauf abhängig. Maßgeblich sind deshalb die Kommandos der Schiffsführung und die schiffsspezifische Einweisung.

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  • Rudergänger

    Rudergänger ist jene Person der stehenden Wache, die das Ruder besetzt. Der Rudergänger erhält seine Anweisungen nur vom diensthabenden Steuermann oder Kapitän.

    Funktion und Bedeutung an Bord

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  • Lee

    Lee bezeichnet die dem Wind abgewandte Seite eines Schiffes, Segels oder anderen Bezugspunktes.

    Was bedeutet „in Lee“?

    Ein Objekt liegt in Lee, wenn es sich vom Bezugspunkt aus auf der windabgewandten Seite befindet. Rauch, lose Gegenstände und ein unkontrolliert treibendes Schiff bewegen sich grundsätzlich nach Lee.

    Der Gegenbegriff ist Luv, die dem Wind zugewandte Seite. Die Unterscheidung ist für Manöver, Ausweichregeln, Segelbedienung und die Planung von Arbeiten an Deck wesentlich.

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  • Luv

    Luv bezeichnet die dem Wind zugewandte Seite eines Schiffes, Segels oder anderen Bezugspunktes.

    Was bedeutet „in Luv“?

    Ein Objekt liegt in Luv, wenn es sich von einem Bezugspunkt aus in Richtung des einfallenden Windes befindet. Die Bezeichnung ist relativ: Ändert sich die Windrichtung oder der Bezugspunkt, kann sich auch die Luvseite ändern.

    Der Gegenbegriff ist Lee, die windabgewandte Seite. Beide Begriffe werden bei Kursen, Manövern, Ausweichsituationen und Arbeiten an Deck verwendet.

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  • Knoten

    Erstens: Als „Knoten“ gilt alles, was von sich aus stabil ist, z. B. der Achtknoten.

    Aufbau und Verwendung an Bord

    Zweitens: In Knoten wird die Geschwindigkeit von Schiffen gemessen. Sie entspricht einer Seemeile pro Stunde. Eine Seemeile beträgt genau 1.852 Meter. Knoten sind besonders nützlich für die Navigation auf See, da sie die geografische Seemeile in Relation zu den Breitengraden auf der Erdoberfläche setzen. Kapitäne, Segler und andere maritime Fachleute müssen oft schnell zwischen den Einheiten umrechnen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

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