Schlagwort: Schiffsmanöver

  • Sprunghalse

    Die Sprunghalse ist ein Manöver, das erforderlich ist, wenn das Schiff nach einem Windsprung auf dem alten Bug weiter segeln soll.

    Rumpf und Rigg

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  • Ree

    Das Kommando Ree wird im Zuge einer Wende gegeben, wenn die Vorsegel nicht mehr tragen. Es wird damit angezeigt, dass nun das Manöver beginnt.

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  • Lenzen

    Erstens: Bei sehr schwerem Wetter ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem das Schiff keinen Weg mehr gut machen kann, ohne durch die brechende See zufahren oder durch unzulässige Kräfte Bruch im Rigg zu riskieren. Wenn in solchen Situationen in Windrichtung ausreichend Raum zur Verfügung steht, hat man die Möglichkeit, zu lenzen. Hierbei fährt das Schiff mit sehr wenigen oder sogar keinen gesetzten Segeln (vor Topp und Takel) vor dem Wind. Aus dieser Tatsache, dass das Schiff nun eben wenige oder gar keine Segel trägt, leitet sich der Begriff Lenzen ab. Denn das Adjektiv „lenz“ bedeutet eben „leer“.

    Beim Lenzen sind die Rahen, wie auch sonst auf Vor-Wind-Kursen, vierkant gebrasst. Dabei ist stets darauf zu achten, dass das Schiff nicht in einem Wellentrog quer schlägt. Anderenfalls droht erheblicher Bruch im Rigg, der zum Verlust von Masten führen kann. Das Schiff kann dabei kentern und sinken.

    Zweitens: Lenzen bedeutet aber auch das vollständige Leeren oder trocken machen von Fässern, Kannen, Tanke oder der Bilge.

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  • Kreuzbrassen

    Durch Kreuzbrassen wird ein aufgestopptes Schiff stabil in den Wind gelegt und verhindert, dass es wieder Fahrt aufnimmt.

    Zum Aufstoppen des Schiffs unter Segeln muss zunächst Fahrt aus dem Schiff genommen werden. Dazu werden das Fock- sowie das Großsegel aufgegeit. Anschließend werden die Toppen überkreuz gebrasst. Dazu wird der Großtopp gegen den Wind auf den vierten Konten rund gebrasst. Um das Schiff auszubalancieren, wird der Besan mittschiffs geholt und gesetzte Vorsegel, soweit erforderlich, geborgen. Zur Stabilisierung der Schiffslage muss das Ruder etwas nach Luv gelegt werden.

    Da der Großtopp beim Backbrassen gegen den Wind geholt werden muss, sind die Brassen entsprechend zu besetzen.

    Durch die Segelstellung wird erreicht, dass der Vortopp trägt und der Großtopp back steht. Die Kräfte an beiden Toppen heben sich fast auf. Die nötige Balance erhält das Schiff durch den Mittschiffs stehenden Besan und den noch gesetzten Vorsegeln. Das Schiff macht dabei keine Fahrt mehr und treibt stabil vor dem Wind nach Lee .

    Wahrschau: Beim klassischen Kreuzbrassen wird wie oben beschrieben der Großtopp rund gebrasst. Der Grund ist, dass die Großstagen unter einem güstigeren Winkel zum Mast geführt werden und so die durch die backstehenden Segel auftretenden Lasten besser abtragen können. Da aber das Kreuzbrassen häufig gemeinsam mit einem Bootsmanöver durchgeführt wird, zum Beispiel im Rahmen eines „Person-über-Bord“-Manövers. Da sich aber die Manöverstationen der Großtoppbrassen häufig im Arbeitsbereich der Boote befinden, würden sich die beiden Crews gegenseitig behindern. Um dies zu umgehen empfiehlt es sich stattdessen den Vortopp rund zu brassen. Hinsichtlich der sicheren und ruhigen Lage des beigedrehten Schiffes ergibt sich dabei kein Unterschied.

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  • Halse

    Das Manöver eignet sich besonders für unerfahrene und kleine Crews. Da das Schiff bei der Halse mit dem Heck durch den Wind geht und dabei den Kurs um 240° ändert, geht bei diesem Manöver allerdings sehr viel Raum verloren. Bei schwerem Wetter, aber auch bei flachen Winden, gibt es zur Halse keine Alternative.

    Wie bei der Wende wird auch bei der Halse die Neigung des Schiffes zu gieren gezielt eingesetzt. Da das Schiff mit dem Heck durch den Wind geht, muss das Schiff vom Wind abfallen. Das Schiff muss also künstlich stark leegierig gemacht werden. Das wird erreicht, indem die achteren Segel weggenommen werden und damit der Segeldruckpunkt weit vor den Lateraldruckpunkt verlagert wird. Zudem müssen die Stagsegel zum Schiften der Schoten weggenommen werden.

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  • Festmacherleine

    Mit der Festmacherleine wird das Schiff an Land festgemacht. Dazu wird die Leine schiffs- und landseitig auf Poller belegt.

    Beim Anlegen wird die Festmacherleine erst auf Anordnung der Schiffsführung an die Festmacher-Crew an Land übergeben. Dazu wird eine Wurfleine an die Festmacherleine angebunden und an Land geworfen. Die Wurfleine wird erst dann geworfen, wenn der Werfer sich sicher ist, dass sie auch am Kai aufgefangen werden kann. Zum Werfen der Leine ist Blickkontakt mit dem jeweiligen Festmacher zu suchen und auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Dazu ist auf Deutsch „Wahrschau!“ oder auf Englisch „Watch the hieving line!“ auszurufen.

    Wahrschau: Werden die Festmacherleinen zum Abschluss des Festmachens noch einmal mit dem Spill durchgesetzt, müssen sie immer angestoppt werden, bevor sie auf dem Poller belegt werden.

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  • Eindampfen

    Unter Eindampfen wird ein Manöver verstanden, mit dem ein Schiff unter Ausnutzung einer Leine, der Ruderlage und kleiner Maschinenfahrt – sowohl vorals auch rückwärts – auch in engen Hafenbereichen sicher und kontrolliert bewegt werden kann.

    Wahrschau: Da bei diesem Manöver die Maschine gegen eine Festmacherleine betrieben wird, handelt es sich um ein Manöver mit einer potenziellen Unfallgefahr. So können unerkannte Vorschäden an der Festmacherleine, diese unter Last brechen lassen. Daher ist an Deck darauf zu achten, dass der Gefahrenbereich, in dem die Leine bei Bruch ausschlagen kann, nicht betreten wird.

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  • Backhalse

    Die Backhalse ist ein Schiffsmanöver, dass in engen Seegebieten, zum Beispiel in Häfen, gefahren wird. Also dann, wenn kein Platz für eine Wende (kein Raum in Luv) oder Halse (kein Raum in Lee) zur Verfügung steht. Darüber hinaus kann sie bei einer missglückten Wende eingesetzt werden, um das Schiff auf den gewünschten Kurs zu bringen. Da sie eine Kombination aus Wende und Halse ist, ist sie deutlich aufwändiger als die beiden einzelnen Manöver zu fahren.

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  • Beidrehen

    Ein mögliches Manöver zum abwettern von schlechtem Wetter. Wenn das Lenzen keine Option darstellt oder aufgrund des Sturms abgebrochen werden muss, hat man die Möglichkeit, das Schiff beizudrehen. Dazu geht man etwa zu 60° an den Wind, ebenfalls mit einer stark reduzierten Segelfläche. Das Ruder wird nach Luv gelegt. Dadurch, dass die Segel kaum Vortrieb generieren, driftet das Schiff mit etwa 1 – 2 kn quer vor dem Wind. Die See rollt dabei zwar unter dem Schiff hindurch, ist in der Regel jedoch vor überkommenden Brechern weitestgehend geschützt.

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  • Anlegen

    Beschreibt das Manöver, zum Anlegen eines Schiffes von einem Kai oder Pier im Hafen.

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