Schlagwort: Laufendes Gut

  • Preventer

    Ein Preventer ist eine zusätzliche Leine, die bei bestimmten Manövern eine belastete Schot vorübergehend entlastet oder ein unkontrolliertes Bewegen eines Bauteils verhindert.

    Preventer bei Segelmanövern

    Auf einem Rahsegler kann ein Preventer beispielsweise vorbereitet werden, um die Schot eines Stagsegels während einer Halse oder Wende kontrolliert zu entlasten. Anschlagpunkt und Bedienung hängen von Schiff und Manöver ab.

    Der Begriff ist schiffsspezifisch

    „Preventer“ wird in der Seemannschaft auch für Sicherungsleinen mit anderen Aufgaben verwendet. Entscheidend ist deshalb nicht allein der Name, sondern die konkrete Führung und Funktion an Bord. Unter Last darf die Leine nur nach Einweisung bedient werden.

    Verwandte Begriffe

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  • Talje

    Taljen sind an Land als Flaschenzug bekannt. Mit ihnen können größere Lasten mit nur wenig Kraftaufwand bewegt werden.

    Funktion und Bedienung

    Taljen bestehen aus zwei Blöcken und einem Tau, das Läufer genannt wird. Die eingesetzten Blöcke können dabei ein- oder mehrscheibig ausgeführt sein.

    Taljen, deren Blöcke mehr als zweischeibig ausgeführt sind, nennt man Gien. In der Praxis werden allerdings keine Gien mit mehr als dreischeibigen Blöcken eingesetzt. Denn da jede Scheibe auch die beim Holen zu überwindende Reibung vergrößert, verringert sich bei mehr als drei Scheiben der Vorteil der Kraftersparnis. Auch steigt die zu holende Länge des Läufers, wodurch bei Manövern der Zeitaufwand steigt.

    Eine Talje/Gien ist dann richtig bemessen, wenn die zu holende Part mit einem vertretbaren Aufwand an Zeit und Personal bedient werden kann.

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  • Schot (Besansegel)

    Mit der Besanschot wird der Besanbaum zum Wind ausgerichtet. Sie ist doppelt ausgeführt, damit ihr Kräftedreieck immer optimal genutzt werden kann. Es wird immer die luvseitige Schot belastet, während die leeseitige gerade so dicht geholt wird, dass die Schot nicht schlägt.

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  • Schot (Rahsegel)

    Die Schot (Pl. Schoten) ist am Schothorn angeschlagen und dient dazu beim Setzen des Segels, das Schothorn auf die untere Rah zu ziehen. Jedes Rahsegel hat daher zwei Schoten.

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    Schot (Rahsegel) – Abbildung aus dem Buch Rumpf und Rigg von Torsten Dederichs
    Schot (Rahsegel) – Abbildung aus Rumpf und Rigg.
  • Schot (Stagsegel)

    Die Schot eines Stagsegels führt das Schothorn und bestimmt damit Stellung, Anstellwinkel und Profil des gesetzten Segels zum Wind.

    Führung und Segeltrimm

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    Schot (Stagsegel) – Abbildung aus dem Buch Rumpf und Rigg von Torsten Dederichs
    Schot (Stagsegel) – Abbildung aus Rumpf und Rigg.

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  • Rahfall

    Das Rahfall ist das laufende Gut, mit dem eine bewegliche Rah am Mast aufgeheißt und gefiert wird.

    Welche Rahen besitzen ein Rahfall?

    In traditionellen Riggs sind nicht alle Rahen vertikal beweglich. Häufig werden vor allem leichtere obere Rahen zum Setzen ihres Segels geheißt und zum Bergen gefiert; fest geführte untere Rahen bleiben dagegen auf ihrer Höhe.

    Kraftübersetzung

    Rah und Rahsegel können erhebliche Lasten erzeugen. Deshalb wird das Rahfall je nach Schiff über Taljen, Winden oder andere kraftsparende Einrichtungen bedient. Ausführung und Bedienung sind schiffsspezifisch.

    Verwandte Begriffe

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    Rahfall – Abbildung aus dem Buch Rumpf und Rigg von Torsten Dederichs
    Rahfall – Abbildung aus Rumpf und Rigg.

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  • Piekfall

    Das Piekfall ist eine Leine des laufenden Gutes, mit der die Spitze einer Gaffel – die Piek – angehoben und eingestellt wird.

    Wozu dient das Piekfall?

    Eine Gaffel wird üblicherweise mit zwei Fallen geheißt: dem Piekfall und dem Klaufall. Das Klaufall hebt den vorderen Bereich an der Klaue; das Piekfall führt und hebt das achtere Ende der Gaffel. Durch das abgestimmte Holen beider Fallen lässt sich die Gaffel kontrolliert aufheißen und in die richtige Lage bringen.

    Beim Setzen eines Gaffelsegels bestimmt das Zusammenspiel beider Fallen die Lage der Gaffel und damit auch den Stand des Segels. Die Lasten müssen während des Manövers koordiniert übernommen werden.

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    Leinen nicht nur benennen, sondern verstehen.

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  • Obermarsniederholer

    Das Untermarssegel ist bei einem geteilten Marssegel der untere Teil. Es hat keine Toppnanten. Es wird stattdessen durch die beiden Obermarsniederholer waagerecht gehalten bzw. ausgerichtet. Sie übernehmen damit unter anderem die Funktion der Toppnanten. Zugleich wird mit den Obermarsniederholer, wie der Name schon nahelegt, das gesetzte Obermarssegel niedergeholt.

    Funktion und Bedienung

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  • Niederholer

    Mit dem Niederholer werden Stag-Segel niedergeholt, wobei durch Holen das Segel am Stag herabgezogen wird. Vor allem bei den unteren Stagsegeln ist der Niederholer, wie das Fall, direkt am Kopf des Segels angeschlagen. Bei den oberen Stagsegeln (Bramstag,  Royalstag, …) ist der Niederholer zunächst am Schothorn angebracht und wird von dort zum Kopf geführt. Dies vereinfacht das Segel einholen und packen.

    Funktion und Bedienung

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  • Nockgording

    Nockgordinge sind eine Untergruppe der Gordinge. Mit ihrer Hilfe werden die Seitenlieke der Segel beim Bergen nach innen eingeschlagen. Dies ist erforderlich, weil durch den Segelschnitt und die Verstärkung der Seitelieke sich an den Nocken Wülste bilden würden.

    Funktion und Bedienung

    Ohne Nockgordinge würden diese Wülste bei geborgenem Segel einen beträchtlichen Windwiderstand darstellen, die Segel würden schlagen und könnten davon beschädigt werden. Häufig gibt es separate Nockgordinge nur an den unteren Rahsegeln. Bei den oberen Rahsegeln werden sie oft an die Außengordinge gespleißt.

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