Schlagwort: Schlechtwetter Segeln

  • Sturmböe

    Sturmböen treten in der Regel beim Passieren von Schlechtwetterfronten oder Gewittern auf. Sie werden häufig von Windsprüngen bis zu 180° innerhalb von wenigen Minuten oder sogar Sekunden begleitet. Durch ständige Wetterbeobachtungen, auch auf dem Radar, können sie frühzeitig erkannt werden.

    Rumpf und Rigg

    Mein maritimes Glossar findet ihr hier: Rumpf und Rigg – Das Glossar

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  • Strecktau

    Strecktaue werden über und unter Deck gespannt, um ein sicheres Begehen zu ermöglichen. Die ersten Strecktaue werden schon beim Auslaufen angebracht, andere erst bei aufziehendem Wetter. Man kann sich an ihnen festhalten oder mit dem Sicherungsgeschirr einhaken.

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  • Lenzen

    Erstens: Bei sehr schwerem Wetter ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem das Schiff keinen Weg mehr gut machen kann, ohne durch die brechende See zufahren oder durch unzulässige Kräfte Bruch im Rigg zu riskieren. Wenn in solchen Situationen in Windrichtung ausreichend Raum zur Verfügung steht, hat man die Möglichkeit, zu lenzen. Hierbei fährt das Schiff mit sehr wenigen oder sogar keinen gesetzten Segeln (vor Topp und Takel) vor dem Wind. Aus dieser Tatsache, dass das Schiff nun eben wenige oder gar keine Segel trägt, leitet sich der Begriff Lenzen ab. Denn das Adjektiv „lenz“ bedeutet eben „leer“.

    Beim Lenzen sind die Rahen, wie auch sonst auf Vor-Wind-Kursen, vierkant gebrasst. Dabei ist stets darauf zu achten, dass das Schiff nicht in einem Wellentrog quer schlägt. Anderenfalls droht erheblicher Bruch im Rigg, der zum Verlust von Masten führen kann. Das Schiff kann dabei kentern und sinken.

    Zweitens: Lenzen bedeutet aber auch das vollständige Leeren oder trocken machen von Fässern, Kannen, Tanke oder der Bilge.

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  • Beidrehen

    Ein mögliches Manöver zum abwettern von schlechtem Wetter. Wenn das Lenzen keine Option darstellt oder aufgrund des Sturms abgebrochen werden muss, hat man die Möglichkeit, das Schiff beizudrehen. Dazu geht man etwa zu 60° an den Wind, ebenfalls mit einer stark reduzierten Segelfläche. Das Ruder wird nach Luv gelegt. Dadurch, dass die Segel kaum Vortrieb generieren, driftet das Schiff mit etwa 1 – 2 kn quer vor dem Wind. Die See rollt dabei zwar unter dem Schiff hindurch, ist in der Regel jedoch vor überkommenden Brechern weitestgehend geschützt.

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