Schlagwort: Wetter

  • Windsee

    Windsee bezeichnet Wellen, die im betrachteten Seegebiet unmittelbar durch den dort wehenden Wind erzeugt und weiter aufgebaut werden.

    Wovon hängt die Windsee ab?

    Entscheidend sind Windgeschwindigkeit, Dauer der Windeinwirkung und die freie Strecke über das Wasser, der sogenannte Fetch. Je länger und kräftiger der Wind über eine große Fläche wirkt, desto stärker kann sich die Windsee entwickeln.

    Abgrenzung zur Dünung

    Junge Windsee wirkt häufig kurz, steil und unregelmäßig. Verlässt das Wellenfeld sein Entstehungsgebiet oder lässt der Wind nach, sortieren sich die Wellen zunehmend zur länger laufenden Dünung.

    Verwandte Begriffe

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  • Verdunstungsnebel

    Verdunstungsnebel entsteht, wenn kalte Luft über wärmeres Wasser strömt, Wasserdampf aufnimmt und die zusätzlich befeuchtete Luft unmittelbar wieder kondensiert.

    Warum wirkt der Nebel wie Rauch?

    Über der warmen Oberfläche verdunstet Wasser. In der deutlich kälteren Luft wird die Sättigung schnell erreicht; feine Tröpfchen bilden sichtbare Nebelschwaden. Das Phänomen wird deshalb auch Seerauch genannt.

    Typische Bedingungen

    Verdunstungsnebel tritt besonders bei großem Temperaturunterschied zwischen Wasser und Luft auf, etwa wenn kalte Herbst- oder Winterluft über vergleichsweise warmes Wasser zieht. Stärke und Ausdehnung hängen auch von Wind und Luftfeuchte ab.

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  • Umlaufend

    Umlaufend heißt ein Wind, dessen Richtung sich innerhalb kurzer Zeit wiederholt und deutlich verändert, ohne eine beständige Drehrichtung einzuhalten.

    Was bedeutet umlaufender Wind?

    Bei umlaufendem Wind schwankt die Windrichtung so stark, dass keine verlässliche Hauptwindrichtung erkennbar ist. Der Begriff beschreibt die wechselnde Richtung, nicht die Windstärke. Häufig tritt dieses Verhalten bei schwachen oder örtlich beeinflussten Winden auf.

    Abgrenzung zu einer gerichteten Winddrehung

    Dreht der Wind über die Zeit im Uhrzeigersinn, heißt er rechtsdrehend; in der Gegenrichtung heißt er rückdrehend. „Umlaufend“ sagt dagegen aus, dass keine beständige Drehrichtung vorliegt.

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  • Schwell

    Schwell ist eine gebräuchliche Bezeichnung für Dünung: länger laufende Wellen, die nicht mehr unmittelbar vom örtlichen Wind aufgebaut werden.

    Woher kommt Schwell?

    Schwell kann von einer früheren Windsee stammen oder aus einem weit entfernten Sturmgebiet in das aktuelle Seegebiet laufen. Seine Richtung muss daher nicht mit der örtlichen Windrichtung übereinstimmen.

    Schwell und Dünung

    Die Begriffe Schwell und Dünung werden weitgehend synonym verwendet. Kennzeichnend sind meist gleichmäßigere Wellen und längere Perioden als bei junger Windsee; die Wellenhöhe kann dennoch erheblich sein.

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    Schwell im Buch Rumpf und Rigg von Torsten Dederichs

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  • Seegang

    Seegang ist die Gesamtheit der Wellenbewegung an der Meeresoberfläche, die aus örtlicher Windsee, Dünung und deren Wechselwirkung entstehen kann.

    Welche Wellenarten bilden den Seegang?

    Örtlicher Wind erzeugt Windsee. Aus anderen Gebieten einlaufende Wellen heißen Dünung. Treffen Systeme aus verschiedenen Richtungen zusammen, kann Kreuzsee entstehen.

    Einfluss von Wassertiefe und Küste

    In flacherem Wasser werden Wellen durch den Grund verändert, steilen auf und können brechen. Wind, Strömung, Wassertiefe und Küstenform bestimmen deshalb gemeinsam, wie der Seegang an einem Ort tatsächlich wirkt.

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  • Seewind

    Seewind ist ein thermisch erzeugter Küstenwind, der tagsüber vom Wasser zum wärmeren Land weht.

    Wie entsteht Seewind?

    Bei starker Sonneneinstrahlung erwärmt sich das Land schneller als die Wasseroberfläche. Die Luft über dem Land steigt auf; bodennah strömt kühlere Luft von See nach. So bildet sich eine lokale Zirkulation zwischen Küste und Wasser.

    Tagesgang und örtliche Einflüsse

    Seewind setzt häufig im Laufe des Vormittags ein, verstärkt sich am Nachmittag und lässt gegen Abend nach. Küstenform, Gelände, Bewölkung und die großräumige Wetterlage können Beginn, Richtung und Stärke erheblich verändern.

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  • Sturmböe

    Sturmböen treten in der Regel beim Passieren von Schlechtwetterfronten oder Gewittern auf. Sie werden häufig von Windsprüngen bis zu 180° innerhalb von wenigen Minuten oder sogar Sekunden begleitet. Durch ständige Wetterbeobachtungen, auch auf dem Radar, können sie frühzeitig erkannt werden.

    Entstehung und Bedeutung für die Schifffahrt

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  • Raumen

    Raumen bedeutet, dass der Wind relativ zum Kurs eines Schiffes weiter nach achtern dreht.

    Was geschieht beim Raumen?

    Raumt der Wind, fällt er nicht mehr so weit von vorn, sondern zunehmend von der Seite oder von achtern ein. Auf gleichbleibendem Kurs kann die Besatzung die Segel deshalb weiter fieren. Das Gegenteil heißt schralen: Der Wind dreht relativ zum Schiff weiter nach vorn.

    Nicht mit raumem Wind verwechseln

    Raumer Wind bezeichnet eine Kurs- beziehungsweise Windlage. Raumen bezeichnet die Veränderung dorthin. Ursache kann eine tatsächliche Winddrehung oder eine Kursänderung des Schiffes sein.

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    Raumen – Abbildung aus dem Buch Rumpf und Rigg von Torsten Dederichs
    Raumen – Abbildung aus Rumpf und Rigg.

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  • Rückdrehend

    Rückdrehend bedeutet, dass sich die Windrichtung im zeitlichen Verlauf gegen den Uhrzeigersinn verändert.

    Wie wird die Drehung angegeben?

    Die Bezeichnung folgt den Himmelsrichtungen: Dreht der Wind beispielsweise von Nord über West nach Süd, dreht er zurück. Windrichtungen geben immer an, aus welcher Richtung der Wind kommt.

    Rückdrehend ist nicht automatisch schralend

    Welche Wirkung die Drehung an Bord hat, hängt vom Kurs und vom gesegelten Bug ab. Derselbe rückdrehende Wind kann für ein Schiff raumen und für ein anders fahrendes Schiff schralen. Die entgegengesetzte zeitliche Änderung heißt rechtsdrehend.

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  • Rechtdrehend

    Rechtsdrehend bedeutet, dass sich die Windrichtung im zeitlichen Verlauf im Uhrzeigersinn verändert.

    Wie wird die Drehung angegeben?

    Die Bezeichnung bezieht sich auf die Himmelsrichtungen: Dreht der Wind beispielsweise von Süd über West nach Nord, dreht er rechts. Dabei wird der Wind stets nach der Richtung benannt, aus der er kommt.

    Rechtsdrehend ist nicht automatisch raumend

    Ob eine Winddrehung für ein Schiff raumend oder schralend wirkt, hängt vom gefahrenen Kurs und vom Bug ab. Das Gegenstück zur rechtsdrehenden Änderung ist rückdrehender Wind.

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