Schlagwort: Takelwerk

  • Talje

    Taljen sind an Land als Flaschenzug bekannt. Mit ihnen können größere Lasten mit nur wenig Kraftaufwand bewegt werden.

    Funktion und Bedienung

    Taljen bestehen aus zwei Blöcken und einem Tau, das Läufer genannt wird. Die eingesetzten Blöcke können dabei ein- oder mehrscheibig ausgeführt sein.

    Taljen, deren Blöcke mehr als zweischeibig ausgeführt sind, nennt man Gien. In der Praxis werden allerdings keine Gien mit mehr als dreischeibigen Blöcken eingesetzt. Denn da jede Scheibe auch die beim Holen zu überwindende Reibung vergrößert, verringert sich bei mehr als drei Scheiben der Vorteil der Kraftersparnis. Auch steigt die zu holende Länge des Läufers, wodurch bei Manövern der Zeitaufwand steigt.

    Eine Talje/Gien ist dann richtig bemessen, wenn die zu holende Part mit einem vertretbaren Aufwand an Zeit und Personal bedient werden kann.

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  • Stopper

    Ein Stopper ist ein kurzer Stropp, mit dem eine belastete Leine vorübergehend festgehalten wird, damit sie ohne Längenverlust belegt oder umgelegt werden kann.

    Wie wird eine Leine abgestoppt?

    Der Stopper wird mit einem geeigneten Klemmstek an der Arbeitsleine angesetzt. Übernimmt er die Last, kann die Leine hinter dem Stopper entlastet und auf einem Belegnagel, Poller oder einer anderen Einrichtung belegt werden. Anschließend wird die Last kontrolliert wieder auf die Arbeitsleine übertragen.

    Stopper können mobil eingesetzt oder in häufig genutzten Arbeitsbereichen fest angeschlagen sein. Ein flach geflochtenes Ende verbessert die Reibung auf der zu haltenden Leine.

    Sicherheit beim Stoppen

    Belastete Leinen können erhebliche Kräfte aufnehmen. Stopper dürfen deshalb nur nach dem an Bord festgelegten Verfahren und auf Anweisung der verantwortlichen Führung benutzt werden. Hände und Körper bleiben aus möglichen Rückschlagbereichen.

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  • Spillspaken

    Spillspaken sind herausnehmbare Hebel aus Holz, mit denen die Mannschaft ein klassisches Gangspill von Hand antreibt.

    Wie werden Spillspaken verwendet?

    Die Spaken werden radial in die dafür vorgesehenen Öffnungen des Spillkopfs gesteckt. Die Seeleute gehen anschließend gemeinsam um das Spill und setzen es über die langen Hebel in Drehung. So lassen sich schwere Leinen oder Ketten kontrolliert einholen.

    Entscheidend ist die koordinierte Arbeit der Mannschaft: Alle Spaken müssen gleichmäßig bewegt und bei Bedarf rechtzeitig umgesetzt oder herausgenommen werden.

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  • Spleiß

    Spleiße sind die bruchfesteste und dauerhafteste Möglichkeit, Tauwerk miteinander zu verbinden. Es gibt aber auch Varianten, mit denen Augen oder Tauenden hergestellt werden können. Letztere werden aber seltener angewandt, sodass sie ein Tauende derart verdicken, dass es nirgendwo mehr hindurch geführt werden kann.

    Aufbau und Verwendung an Bord

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  • Spill

    Das Spill ist eine drehbar gelagerte taillierte Walze, die entweder durch Maschinen oder Menschenkraft angetrieben wird. Es dient der Kraftersparnis, um Leinen während eines Manövers zu holen. Insbesondere weil die Grenzen der Kraftersparnis durch den Einsatz von Taljen durch die Länge des erforderlichen Tauwerks begrenzt sind.

    Funktion und Bedienung

    Bei der Nutzung des Spills, wird das zu holende Ende mit einem oder mehreren Törns im Drehsinn des Spills um dasselbige gelegt und unter Spannung gehalten. Durch die Reibung des Taus auf der Spilltrommel wird die Antriebskraft des Spills dazu genutzt, die Leinen zuholen. Damit einem Spill auch Ketten, wie zum Beispiel am Ankerspill, geholt werden können, kann die Trommel des Spills auch mit einer Zahnung ausgestattet sein. Die Trommel wird dann Kettennuss genannt.

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  • Poller

    Unter einem Poller versteht man einen kurzen Pfahl aus Metall oder Holz, an dem Schiffe festgemacht werden. Es gibt sie an Land und auf Schiffen.

    Aufbau und Verwendung an Bord

    Landseitig handelt es sich dabei meist um pilz- oder hakenförmige Metallguss-Körper, um welche die Augen der Festmacherleinen gelegt werden. Schiffsseitig sind sie in der Regel als geschweißte Doppelpoller ausgeführt. Am oberen Ende sind sie verdickt, um die Leinen am abgleiten zu hindern.

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  • Kardeel

    Ist ein Bestandteil eines Tauwerks. Ein geschlagenes Tauwerk besteht beispielsweise aus drei oder mehreren Kardeelen, die miteinander verdrillt sind. Ein Kardeel selber wiederum, besteht aus einzelnen Garnen. Dabei werden die Garne unter Spannung zu Kardeelen und die Kardeelen unter Spannung zu Taue verdrillt.

    Aufbau und Verwendung an Bord

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  • Kern-Mantel-Geflecht

    Ein Tauwerk, in dem um einen Kern, welcher entweder aus einzelnen parallelen Fasern oder aus einem Geflecht besteht, ein Mantel geflochten ist. Der Kern nimmt im Belastungsfall die gesamte Last auf, während das Mantelgeflecht die Aufgabe hat, den Kern zu schützen.

    Aufbau und Verwendung an Bord

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  • Klampe

    Eine Klampe dient ähnlich wie ein Belegnagel dem Belegen von Leinen. Sie besteht aus zwei gegensinnig montierten Hörnern, um welche die Leinen mit mehreren Kreuzschlägen und einem abschließenden Kopfschlag befestigt werden.

    Aufbau und Verwendung an Bord

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  • Klappblock

    Der Klappblock ist eine Sonderform eines einscheibigen Blocks. Er kann geöffnet und die Leine direkt auf die Scheibe aufgelegt werden. Das langwierige Einscheren eines Leine entfällt somit.

    Aufbau und Verwendung an Bord

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